WhatsApp führt schrittweise eine große Änderung ein: Künftig können Nutzer:innen Benutzernamen verwenden. Die eigene Telefonnummer wird damit im Chat nicht mehr standardmäßig für andere sichtbar sein.
Das bringt einerseits mehr Privatsphäre, da die private Mobilnummer geschützt bleibt. Andererseits entstehen neue Risiken: Über Benutzernamen die private Details verraten, können Fremde Kinder und Jugendliche einfacher kontaktieren.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Verfügbarkeit: Es ist noch nicht bekannt, wann diese Funktion in Österreich verfügbar ist. Jedoch können bereits jetzt Benutzernamen reserviert werden. In den WhatsApp-Einstellungen unter „Konto“ und „Benutzername“.
- Pflicht & Privatsphäre: Für die Erstellung eines Accounts ist weiterhin eine Telefonnummer nötig – sie wird nach der Einrichtung eines Benutzernamens jedoch gegenüber Kontakten verborgen.
- Kein öffentliches Verzeichnis: Benutzernamen sind nicht öffentlich durchsuchbar. Eine Kontaktaufnahme klappt nur, wenn jemand den exakten Benutzernamen kennt.
- Zusatz-Schutz: Mit dem „Benutzernamenschlüssel“ wird ein vierstelliger PIN eingeführt. Erst wenn dieser ebenfalls eingegeben wird, können fremde Personen eine erste Nachricht senden.
💡 4 Tipps für Eltern:
- Gemeinsam einen Pseudonym-Namen wählen
Nutzen Sie keinen Klarnamen. Der Benutzername sollte absolut neutral sein und keine Rückschlüsse auf die echte Identität zulassen. - Keine persönlichen Daten einbauen
Achten Sie darauf, dass weder das Geburtsjahr, das Alter, der Wohnort noch der Name der Schule im Benutzernamen vorkommen (z. B. Klara_2012_Wien vermeiden). - Für jede App ein eigener Name
Verwendet Ihr Kind auf WhatsApp denselben Benutzernamen wie auf Instagram oder TikTok, lassen sich die Profile leicht miteinander verknüpfen. Besser: Für jeden Dienst ein anderes Pseudonym wählen. - Zusätzliche Sicherheitsnetz-Funktionen aktivieren
Noch besseren Schutz vor fremder Kontaktaufnahme bietet der Benutzerschlüssel. Richten Sie gemeinsam den vierstelligen Benutzernamenschlüssel (PIN) ein, um ungewollte Kontaktaufnahmen von Fremden effektiv zu blockieren.
Die neue Funktion bietet, bewusst und gut eingestellt, mehr Privatsphäre und Sicherheit für Kinder und Jugendliche.
Die Privatsphäre benötigt von Anfang an guten Schutz, damit wir in einer Welt mit fast täglichen Angriffen aus dem Internet gut gewappnet sind. Bei weiterem Interesse an diesem Thema halte ich gerne Elternabende in den Gemeinden oder Schulen ab. Einfach auf Anfrage 👉 Sag Hallo!
