Gewalt und Mobbing haben an österreichischen Schulen keinen Platz mehr!

In Österreich sind Schulen gesetzlich verpflichtet, Kinder und Jugendliche vor Gewalt, Mobbing und Diskriminierung zu schützen. Das Kinderschutzkonzept für Schulen in Österreich wurde durch die Schulordnung 2024 verbindlich eingeführt. Gemäß § 4 Abs. 2 dieser Verordnung sind alle Schulen verpflichtet, bis spätestens zum Ende des Schuljahres 2024/25 ein standortspezifisches Kinderschutzkonzept zu erstellen. Das Kinderschutzkonzept des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) legt klare Standards fest: Schulen müssen präventive Maßnahmen umsetzen, Verhaltensregeln etablieren und klare Handlungspläne für den Fall von Vorfällen entwickeln. Dabei steht die Förderung einer respektvollen und wertschätzenden Kultur im Mittelpunkt, die die persönlichen Grenzen aller Beteiligten achtet.

🛡️ Tipps für Eltern im Umgang mit Gewalt- oder Mobbingerfahrungen ihrer Kinder

Zuhören und ernst nehmen
Zeige deinem Kind, dass du es ernst nimmst und hinter ihm stehst, aber zwinge deinem Kind keine Maßnahmen auf, mit denen es nicht einverstanden ist. Es benötigt oft viel Geduld und gute Gespräche. Erkläre deinem Kind, dass es selbst nicht schuld ist an dem Geschehen, sondern die Täterinnen und Täter Fehler machen. Ermutige dein Kind über die Vorfälle zu reden.

Dokumentiere die Vorfälle
Halte die Vorfälle schriftlich fest – Datum, Uhrzeit, beteiligte Personen und genaue Beschreibung. Dies hilft nicht nur bei Gesprächen mit der Schule, sondern auch bei der Einschätzung der Situation.

Kontaktiere die Schule
Setze dich mit dem/der Klassenlehrer/in oder dem/der Direktor/in in Verbindung. Schulen sind verpflichtet, auf Vorfälle von Gewalt und Mobbing zu reagieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Gemeinsam können Lösungen erarbeitet werden, um deinem Kind zu helfen.

Informiere und vernetze dich
Rede mit anderen betroffenen Eltern oder setze dich mit dem Elternverein in Verbindung. Gemeinsam erreicht man mehr. Es gibt zahlreiche präventive Maßnahmen und Workshops für Schulen, die dabei helfen können. Informieren dich unter:
👉 www.saferinternet.at
👉 www.gewaltpraevention-ooe.at
👉 www.kija-ooe.at
👉 www.jugendservice.at/fuer-schulen/workshops

Nutze externe Unterstützung
In Österreich gibt es verschiedene Stellen, die Unterstützung bieten:

  • Das ElternTelefon unter 142 – Ein Gespräch kann schon sehr viel weiterhelfen. Sich Hilfe zu holen, ist manchmal der einzig richtige Weg und niemals ein Fehler. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter von Elterntelefon nehmen sich rund um die Uhr Zeit, sie haben ein Ohr für Ihre Schwierigkeiten, Sorgen und Ängste. Wähle einfach die Telefonnummer 142. Darüber reden hilft!
  • Online Videoberatung auf der Elternseite.at – Kostenlose Elternberatung und Informationen von Rat auf Draht für betroffene Eltern unter 👉 www.elternseite.at

Das Selbstbewusstsein des Kindes fördern
Unterstütze dein Kind dabei, Selbstvertrauen aufzubauen und seine Stärken zu erkennen. Aktivitäten wie Sport, Selbstverteidigung oder Kunst und Musik können dabei unterstützen und bieten gleichzeitig positive Ablenkung.

Wusstest du?
Mit Mobbing verbundene Handlungen wie Beleidigung, Gewalt, üble Nachrede und falsche Behauptungen sind strafbar. Speziell für Cyber-Mobbing (Mobbing über Handy und Internet) gibt es seit 2016 ein eigenes Strafgesetz (§ 107 c StGB). Wenn es trotz Hilfe durch die Schule nicht besser wird, gehe im Ernstfall mit deinem Kind zur Polizei (Präventionspolizei im Bezirk) und erstatte Anzeige. Sichere dir Beweise mit Screenshots!

👉 Meine medienpädagogischen Workshop Inhalte zu verschiedenen Themen rundum Verhalten im Internet und sozialen Medien findest du hier: Safer Internet Workshops

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